Ahoi Matrose!

Montag, März 21, 2016

Es gibt Projekte, mit denen verbindet mich eine innige Hassliebe. Portemonaies oder Geldbeutel sind solche Projekte. So gern ich Taschen nähe, so ungern nähe ich Portemonnaies. Trotzdem habe ich, weil ich den festen Vorsatz hatte beim Sew Along zur Taschenspieler CD mitzumachen, den Geldbeutel zugeschnitten. Ich habe sogar Vlies aufgebügelt. Die erste Naht gemacht. Leider kam überhaupt keine Freude bei mir auf und ich habe alles genervt in den Müll gesteckt. Vielleicht liegt es daran dass ich weder weiß wem ich das Ergebnis schenken soll, noch selbst etwas mit selbstgenähten Portemonnaises anfangen kann (unpraktisch!!! erfüllen meine Anforderungen an ein Portemonnaie nichtmal zum Teil!).  Ich habe genervt die Flinte ins Korn geworfen und mich lieber an die Kosmetiktasche gesetzt, und die möchte ich heute vorstellen.


Es ist auch nicht so, dass ich Mangel an Kosmetiktaschen hätte. Ich habe sie als Geschenk genäht, denn anders als bei Handtaschen habe ich nicht das Gefühl, dass man nie genug Kosmetiktaschen hätte.
Da Kosmetiktaschen einiges aushalten müssen, Wasser, Seife, vielleicht auch ausgelaufenes Parfum oder zerbröselte Schminke, eignen sich Materialien die gut zu waschen sind besonders, wenn man nicht auf wasserabweisende Materialien zurückgreifen möchte. Um trotzdem eine höhere Festigkeit zu erhalten habe ich mich dieses Mal entschieden Snappap zu verwenden. Um einen leichten Used-Look zu erhalten habe ich das Material genknüllt, gerollt und gezwirbelt. Auf die Bearbeitung mit Wasser habe ich aber lieber verzichtet.


Kombiniert habe ich es mit einem älteren gestreiften Stoff, der einen leicht verwaschenen Look hat. Da die Stoffkombination maritim wirkt habe ich mich entschieden in den passenden Farbtönen zu bleiben und im Hintergrund der Applikation und beim Reißverschluss den gleichen Blauton gewählt.


Auch dieses Mal fand ich die Stickmaschine das geeignete Mittel um den schlichten Schnitt etwas aufzupeppen. Die Dateien sind beide von Rockqueen. Ich habe sie etwas übereinander angeordnet damit die Tasche nicht zu brav oder zu ordentlich wirkt.


Auch wenn ich selbst keine Kosmetiktasche brauche überzeugt mich der Schnitt. Da die Klappe nicht übergeschlagen werden muss kann man die Tasche auch flach ausgebreitet im Koffer transportieren und dann deutlich voller befüllen als mit umgeschlagener Klappe. Und wenn man Klettverschluss statt Kamsnaps benutzt um die Klappe zu befestigen ist sie sogar mit umgeschlagener Klappe variabel was die Befüllung angeht. Den schlichten Look finde ich auch toll, so ist sie wirklich für jedes Alter und Geschlecht passend umsetzbar.

Ich schicke die Tasche jetzt zur Linkparty und gucke mir mal an was die anderen Mädels im Sew Along so gezaubert haben.

Und ein tolles Schmankerl habe ich noch für euch: ganz ganz Bald wird es auch hier im Blog ein Sew Along geben! Ihr solltet anfang April unbedingt mal vorbeigucken um den Startschuss nicht zu verpassen!

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4 Kommentare

  1. Die find ich auch total schön! Das Stickmotiv ist toll! Gern hätte ich die Tasche aufgeklappt gesehen, so sieht man nicht, ob du die Teile geteilt hast und jeweils oben Webware und unten Snappap genommen hast oder ob das komplette Rückteil aus Webware und das Vorderteil aus Snappap ist.
    Aber wie auch immer, sehr schön!
    LG
    Heike

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    1. Doch, man kann schon sehen, wie du es aufgeteilt hast :-)

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  2. Ich kann Dich sooo gut verstehen! Solche kleineren Taschen in der Größe einer Kosmetiktasche brauche ich auch für meine Handtaschen. da kommt all der Kleinkram rein (Ladekabel, Stifte, Lipgloss, Kamm, ...), damit ich schneller mal die Tasche wechseln kann. Deine Kosmetiktasche ist jedenfalls toll geworden und die kombi mit Snappap und dem verwaschenen Stoff gefällt mir prima. LG Beatrice

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  3. Sieht super aus. Bitte einmal so zu mir :) und ich nähe gerade auch an einer solchen Tasche. Irgendwie ist das so ein Standard. Mensch Mensch :D

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